Rummelsberger Preis für beste Bachelorarbeit im Studiengang Sozialwirtschaft

Mit dem „Rummelsberger Preis“ wurde 2015 erstmals die beste Bachelorarbeit im Studiengang Sozialwirtschaft ausgezeichnet. Die Rummelsberger Diakonie hat sich auf Initiative des Vereins für Sozialwirtschaft e.V. bereit erklärt, den Preis für zunächst fünf Jahre mit 500 € zu dotieren.

Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an  Anja Kerle für die Arbeit „Mikrokredite aus der Genderperspektive: Entwicklungspolitisches Instrument zum Empowerment von Frauen?“ Frau Kerle beschäftigte sich mit folgender Problematik: Mikrokredite etablierten sich in den 2000er Jahren als wichtiges entwicklungspolitisches Instrument zur Armutsbekämpfung und dem Empowerment von Frauen. Das Empowerment-Konzept bestärkt Frauen, sich auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene zu entwickeln. Ob der Mikrokredit hierfür ein geeignetes Instrument ist, wurde in der Bachelorarbeit diskutiert und unter Heranziehung von Studien aus Indien analysiert.

Bei der Studienanalyse zeigten sich Empowerment-Effekte auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene. Dabei gab es große Unterschiede, je nachdem, ob der Kredit in Verbindung mit angeleiteten (Selbsthilfe-) Gruppentreffen vergeben wurde, oder ob es sich um eine reine Kreditbereitstellung ohne weitere Begleitung handelte. Bei letzterem fielen die Empowerment-Effekte weniger positiv aus.

Frau Kerle präsentierte ihre Arbeit auch auf dem Messestand des Vereins für Sozialwirtschaft e.V. bei der ConSozial, wobei sie für Fragen und Diskussionen zum Thema bereitstand.

Die hohe Qualität der im Bachelorstudiengang Sozialwirtschaft eingereichten Abschlussarbeiten wird auch dadurch dokumentiert, dass die „Rummelsberger Diakonie“ einen Zusatzpreis von 300 € für eine weitere herausragende Arbeit vergab.

Diesen erhielt Franziska Wassink für eine Arbeit über Ergebnisqualität in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.  Die UN-Behindertenrechtskonvention begründet einen Anspruch auf vollkommene Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung und damit auf individuell zugeschnittene Hilfeleistungen. Gute Strukturen für die damit einhergehende Fülle von Angeboten zu schaffen, bleibt weiterhin eine große Herausforderung. Auch die Qualitätskontrolle muss sich folglich individueller gestalten. Die Qualität einer Leistung könnte ausgehend von dem Grad der Zielerreichung d.h. nach Wirkung und Wirtschaftlichkeit, beurteilt werden. Diese Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit den Chancen und Risiken einer solchen Messung von Ergebnisqualität auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Evaluierung eines vom Projekt Leistungsmodule des Bezirkes Mittelfranken in Kooperation mit großen Leistungsanbietern der Eingliederungshilfe entwickelten Instrumentes zur Ergebnisqualitätsmessung.

Die Preise wurden im Rahmen der ConSozial am 22.10.2015 am Stand des Vereins für Sozialwirtschaft e.V. vom kaufmännischen Vorstand der Rummelsberger Diakonie, Herrn Harald Frei, verliehen.

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